Bürgermeister Kandidat

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Der Wahlkampf ist eröffnet

40-Jahr-Feier der Freien Wähler Kirchdorf wird zur politischen Kundgebung
Herwig Slezak 08.10.2019 | Stand 07.10.2019, 18:22 Uhr
Alle Redner beim Jubiläum der Freien Wähler: (von links) Kreisvorsitzender Werner Schießl, Bürgermeisterkandidat Walter Unterhuber, MdL Jutta Widmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Moderator Werner Lechner und Ortsvorsitzender Thomas Dorner. −Fotos: Slezak
Alle Redner beim Jubiläum der Freien Wähler: (von links) Kreisvorsitzender Werner Schießl, Bürgermeisterkandidat Walter Unterhuber, MdL Jutta Widmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Moderator Werner Lechner und Ortsvorsitzender Thomas Dorner. −Fotos: Slezak

Kirchdorf. Ihre 40-Jahr-Feier haben die Freien Wähler auch genutzt, um sich in Hinblick auf die Kommunalwahl im März nächsten Jahres zu positionieren.

Wie berichtet wirft Walter Unterhuber seinen Hut zum zweiten Mal fürs Amt des Bürgermeisters in den Ring. Außerdem äußerte sich FW-Kreisvorsitzender Werner Schießl über seine mögliche Kandidatur. MdL Jutta Widmann sprach im Festzelt vor dem Gasthaus Wirts-Kathi landespolitische Themen an. Der bayerische FW-Chef Hubert Aiwanger hielt die Festrede (Bericht auf Seite 23).

 

Die Biertische zierten FW-Fähnchen, an den Zeltwänden hingen Transparente und Plakate mit politischen Botschaften. In Hinblick auf seine Kandidatur zum Bürgermeister will Walter Unterhuber "Schluss machen mit dem ewigen weiter so und mit der Freunderlwirtschaft". Zudem zeigt sich der 2. Bürgermeister davon überzeugt: "Ich habe jetzt schon vieles aus der zweiten Reihe angepackt und Mehrheiten auf Gemeindeebene gefunden."

Im Rahmen ihrer 40-Jahr-Feier haben die Freien Wähler Kirchdorf im Festzelt vor dem Gasthaus Wirts-Kathi ihre anwesenden Gründungsmitglieder gebührend geehrt. Eine Urkunde samt Ehrennadel in Platin überreicht bekamen von der jetzigen örtlichen wie überörtlichen Führungsspitze gleich vier Urgesteine. Die Geehrten (ab 4. von links) Ludwig Hufnagl, Josef Maier, Heinrich Burgstaller und Rudolf Arentzen zeigten sich zusammen mit (v. li.) Moderator Werner Lechner, Ortsvorsitzenden Thomas Dorner, Bürgermeisterkandidat Walter Unterhuber, MdL Jutta Widmann und Staatsminister Hubert Aiwanger.
Im Rahmen ihrer 40-Jahr-Feier haben die Freien Wähler Kirchdorf im Festzelt vor dem Gasthaus Wirts-Kathi ihre anwesenden Gründungsmitglieder gebührend geehrt. Eine Urkunde samt Ehrennadel in Platin überreicht bekamen von der jetzigen örtlichen wie überörtlichen Führungsspitze gleich vier Urgesteine. Die Geehrten (ab 4. von links) Ludwig Hufnagl, Josef Maier, Heinrich Burgstaller und Rudolf Arentzen zeigten sich zusammen mit (v. li.) Moderator Werner Lechner, Ortsvorsitzenden Thomas Dorner, Bürgermeisterkandidat Walter Unterhuber, MdL Jutta Widmann und Staatsminister Hubert Aiwanger.

Als Pflegedirektor sei er es gewohnt, Personal zu führen und Verantwortung zu tragen, so der 54-jährige Bachelor in Gesundheits- und Sozialmanagement weiter. Für die nächste Zeit versprach der FW-Kandidat eine Reihe von Info-Veranstaltungen zu Themen wie maximaler Lärmschutz A94 oder Verlandung des Berghamer Sees. Darüber hinaus kündigte er abschließend an, auch für den Kreistag zu kandidieren.

In seinem Beitrag forderte Kreisvorsitzender Schießl: "Wir wollen vom Landkreis Investitionskostenzuschüsse für die Krankenhäuser". Im Hinblick auf die A94 mahnte er "einen vernünftigen Lückenschluss in Richtung Passau" an. In Sachen Klimaschutz äußerte er sich zwar skeptisch, dass "wir alle zugesagten Ziele einhalten können". Nichtsdestotrotz sei das Inntal aufgrund der funktionierenden Geothermie in diesem Bereich ein Vorreiter. Schießl schloss in Hinblick auf die Wahl am 15. März: "Ein paar Bürgermeister mehr würden uns Freien Wählern schon gut tun." Auf Nachfrage der Heimatzeitung äußerte er sich noch über eigene Ambitionen. Schießls Antwort: "Noch im Laufe des Oktobers wird eine Entscheidung fallen, ob ich als Landrat kandidiere oder für das Amt des Bürgermeisters von Eggenfelden."

Die Kirchdorfer Musikanten sorgten am Nachmittag für die musikalische Umrahmung und kündigten mit dem Bayerischen Defiliermarsch den Beitrag des Staatsministers an.
Die Kirchdorfer Musikanten sorgten am Nachmittag für die musikalische Umrahmung und kündigten mit dem Bayerischen Defiliermarsch den Beitrag des Staatsministers an.

MdL Jutta Widmann erinnerte an FW-Erfolge auf Landesebene wie die Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums und die Abschaffung der Studiengebühren sowie der Straßenausbaubeiträge. Aktuell kämpft sie mit ihrer Fraktion dafür, "dass Gastwirte auf ihre Speisen nur noch einheitliche sieben Prozent Mehrwertsteuer zu entrichten brauchen". Grundsätzlich seien die Freien Wähler laut MdL Jutta Widmann angetreten, "um jenseits der Parteien noch etwas anderes zu bieten".

FW-Ortsvorsitzender Thomas Dorner ließ bereits eingangs keinen Zweifel daran, dass die Jubiläumsfeier auch der Auftakt zum Kommunalwahlkampf sei.

Bei der Veranstaltung sorgten tagsüber die Kirchdorfer Musikanten für die passende Musik. Abends heizten die "Schellenberger" ein. Zu den gut 100 Gästen zählten Bürgermeister Max Maier (Johanniskirchen), Kreisrat Max Veicht sowie eine Reihe von Mandatsträgern benachbarter FW-Ortsverbände.